Kurzantwort: Nicht jeder Preisunterschied ist ausschließlich eine andere Markteinschätzung. Manchmal liegt darunter auch eine Verifizierungslücke: Der Verkäufer kennt oder erwartet einen Wert, der Käufer kann die zugrunde liegenden Informationen aber nicht ausreichend belegen.
Annahme und belegte Aussage sind nicht dasselbe
Wenn eine materielle Annahme nicht belastbar unterlegt ist, muss das Risiko irgendwo aufgefangen werden: durch weitere Prüfung, Garantien, Bedingungen oder eine konservativere Modellierung.
Der Verkäufer möchte die Abweichung zuerst sehen
Ein Befund, den der Verkäufer vor Marktstart selbst dokumentiert, ist Information. Derselbe Befund, den der Käufer zuerst entdeckt, kann zum Verhandlungspunkt werden.
Nachweis als Teil der Vorbereitung
Für materielle Annahmen sollten Norm, Quelle, Stichtag, Prüfung, bekannte Abweichung und Entscheidungsrecht klar sein.
Häufige Fragen
Was ist eine Verifizierungslücke?
Die Differenz zwischen dem, was der Verkäufer behauptet oder erwartet, und dem, was der Käufer anhand verfügbarer Informationen ausreichend prüfen kann.
Hat fehlender Nachweis immer einen Preiseffekt?
Nein. Der Effekt hängt von Materialität, Verhandlungslage und möglichen Absicherungen ab. Fehlende Verifizierbarkeit kann jedoch konservativere Annahmen fördern.
Wie reduziert man die Verifizierungslücke?
Durch klare führende Quellen, definierte Nachweise und eine unabhängige Prüfung materieller Informationen vor Marktstart.
Transaction Readiness · Datenraum Readiness · Dispositionsprozess
PropSettle